Verrückt. Ich darf auf der re:publica 2015 über Silvernerds und Familie 2.0 reden

Wo bitte geht es zum digitalen Graben? Er ist weg. Mein Kind (1 von gefühlt 3) Carline Mohr und ich haben ihn zugeschüttet. Wie wir das geschafft haben, erzählen wir Euch bei der re:publica 2015 in Berlin. Unser Sessionvorschlag über Silvernerds und Familie 2.0 wurde ins Programm aufgenommen. Kommt Ihr?

Session von Ilse und Carline Mohr auf der re:publica 2015 über Silvernerds und Familie 2.0

Session von Ilse und Carline Mohr auf der re:publica 2015 über Silvernerds und Familie 2.0

 

Wenn wir nicht einmal Familie 2.0 ans Laufen kriegen, dann wird das doch nichts mit der Digitalisierung in Deutschland. Auf beiden Seiten des digitalen Grabens braucht es Bewegung, damit aus schüchternen Silversurfern experimentierfreudige Silvernerds werden, die das Internet als erweiterten digitalen Lebensraum entdecken. Wie das geht? Wir bringen Euch jede Menge Tipps mit. Zur Einstimmung: meine Ideen, wie man die neuen Medien in die alten Menschen bringt.

Hier alle Informationen über unsere Session, wie sie auch im offiziellen Programm der re:publica veröffentlicht ist.

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Vom Silversurfer zum Silvernerd – und wie man Familie 2.0 ans Laufen kriegt.  

Kurzthese:

Mama bei Twitter. Erster Gedanke: Waaahh! Sich online mit den Eltern zu vernetzen, braucht Mut. Doch wenn wir nicht einmal Familie 2.0 ans Laufen kriegen, schließt sich der digitale Graben nie. Der Weg vom Silversurfer zum Silvernerd ist für alle Beteiligten furchtbar. Aber es geht. Mutter und Tochter erzählen, wie sie gemeinsam im Internet wohnen und voneinander lernen. Warum Kinderfotos ein tolles Druckmittel sind und man erst über Schnaps twittern sollte, wenn Mama schon schläft.

BESCHREIBUNG: 

Die Mehrheit der Senioren ist noch immer offline, ihre Nutzung des Web 2.0 ist bescheiden und in der Generation 65+ laufen noch mehr Kassettenrekorder als Tablets. Brauche ich nicht. Verstehe ich nicht. Kann ich nicht. So wehren noch viel zu viele Senioren das Internet ab. Diesen digitalen Graben werden wir nicht schließen können, wenn die jüngeren Generationen den älteren Menschen keine Brücken ins Netz bauen.

Inzwischen entdecken auch Eltern und Großeltern die sozialen Netzwerke, doch die Jugend reagiert verschreckt. Vorbei die Zeiten, als sich die Internetkommunikation von Eltern und Großeltern auf E-Mails beschränkte. Witze über die Unbeholfenheit der älteren Generation im Umgang mit Computern und sozialen Plattformen sind beliebt. Sie nützen aber niemandem. Die jüngeren Onliner sollten sich lieber um eine freundliche Willkommenskultur bemühen und bereitwillig Verantwortung übernehmen. Das zahlt sich langfristig aus.

Soziale Netzwerke stärken die Familienbindung, wenn man sich immer seltener persönlich sieht. Sicherheit im Umgang mit Kommunikationsplattformen ist ein Mittel gegen Vereinsamung, wenn Senioren gelernt haben, dort ihr eigenes Ding zu machen. Verständnis für den Umgang mit digitalen Technologien fördert den Erhalt der Selbstständigkeit, wenn man gebrechlich oder tüddelig geworden ist. Modellprojekte hier und da sind zwar gut und schön, aber das reicht nicht.

Anstelle blöder Muddawitze brauchen wir Netzpatenschaften. Jeder Onliner sollte sich um einen älteren Menschen in seinem Umfeld kümmern,  ihm die Vorteile von Vernetzung und digitalen Technologien schmackhaft machen und bei den ersten Schritten unterstützen. Dann kriegen wir nicht nur Familienleben 2.0 ans Laufen.

Ort und Zeit:

STG-10
MITTWOCH, 6. MAI 2015 -17:30 BIS 18:00

Deutsch
Vortrag
Beginner

Unser Hashtag:

#Familie20

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