Kirche, Köln und Kasalla. Zutaten für einen Seniorenflashmob.

Selbst, wenn man fünf-vor-zwölf Jahre alt ist: Die beste Zeit zu leben ist: jetzt! Schräge Aktionen vor dem Kölner Dom eingeschlossen. Lebenslustig haben sich dort heute rund 80 ältere Menschen mit einem Flashmob am Weltseniorentag beteiligt. Dazu hatte die Altenpastoral des Erzbistums Köln aufgerufen. Und was singen Kölner so? Kölsche Tön natürlich. Und so schallte ein Refrain der Kölschrock-Band Kasalla inbrünstig über den Bahnhofsvorplatz: „Kumm mer lääve, bevür mer stirve, als wör dat hück dä letzte Daach.“

Lebenslustige Senioren beim Flashmob zum Weltseniorentag in Köln.

Lebenslustige Senioren beim Flashmob zum Weltseniorentag in Köln.

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Blöd: Oberschenkelhalsbruch bei Senioren. Schlau: App im Smartphone ruft selbsttätig Hilfe.

Irgendwie blöd: Da werden schlaue Apps für ältere Menschen entwickelt, aber die meisten Senioren haben noch gar kein Smartphone. Dabei wäre es eine Art Altersvorsorge, rechtzeitig Onliner zu werden und den Umgang mit digitalen Technologien zu lernen. Ein schönes Anwendungsbeispiel: Die Notruflösung
b-cared
 ist eine kostenlose Smartphone-App, die ausgewählte Kontakte oder Rettungsdienste selbsttätig alarmiert, wenn man selbst dazu nicht in der Lage ist. So etwas in der Art hätte ich neulich gern gehabt. Aber die Entwickler der App brauchen noch Unterstützer.

Schutzengel b-cared

Selbst ist die Frau. Aber was ist im Notfall?

Eigentlich brauche ich noch keine App, die auf mich aufpasst. Aber dieser Tage war mir mulmig. Komische Stromkabelstränge und berstender Putz sind mir nicht geheuer, selbst wenn der Strom ausgeschaltet ist. Nach der Demontage der Deckenlampe in der Küche wappnete ich mich deshalb für einen potenziellen Notfall durch Elektroschläge oder Stürze von der Leiter. Denn ich war allein. Ich legte mir ein Festnetztelefon in die Nähe und steckte das Handy in die Hosentasche, bevor ich die Renovierlampe anschloss. Nur so vorsichtshalber. Weiterlesen

Schleppt Eure Eltern auf ein Barcamp. Ihr seht digitales Leben mit neuen Augen.

Fürs Internet und soziale Netzwerke ist niemand zu alt. Das sagt sich so leicht, aber leicht ist es nicht. In der Generation Silversurfer gibt es nicht nur Skepsis gegenüber einer digitalen Lebenswirklichkeit, es lauern auch haptische, technologische und soziale Kompetenzhürden. Jüngere Onliner, die ihre noch webfernen Eltern und Großeltern ins Netz bringen wollen, brauchen Geduld. Viel Geduld. Und verdammt gute Antworten auf die Frage: „Was soll ich denn da?“

Eine rege Diskussion beim  StARTcamp Ruhr York im Zentrum für Kunst und Kreativität „Dortmunder U“ über das Thema „Senioren im Netz“ zeigte, wie komplex sich der Brückenbau zwischen Online- und Offline-Welten gestaltet. Der generationsübergreifende Dialog ging auf eine feine Idee von Mitveranstalter Rouven Kasten zurück. Er überredete nicht nur seinen Vater Bernd Kasten (66) dazu, erstmalig ein Barcamp zu besuchen; er fädelte auch ein, dass sein Vater und ich uns kennenlernten und gemeinsam eine Session anboten.

Das mit dem Alter stimmte zwar nicht ganz, aber Eltern auf ein Barcamp zu schleppen, ist nicht verkehrt.

Was das Internet alles kann: Silversurfer Bernd Kasten und Silvernerd Ilse Mohr machen gemeinsam eine Barcampsession. Foto: Rouven Kasten

Was das Internet alles kann: Silversurfer Bernd Kasten und Silvernerd Ilse Mohr machen gemeinsam eine Barcampsession. Foto: Rouven Kasten

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Verrückt. Ich darf auf der re:publica 2015 über Silvernerds und Familie 2.0 reden

Wo bitte geht es zum digitalen Graben? Er ist weg. Mein Kind (1 von gefühlt 3) Carline Mohr und ich haben ihn zugeschüttet. Wie wir das geschafft haben, erzählen wir Euch bei der re:publica 2015 in Berlin. Unser Sessionvorschlag über Silvernerds und Familie 2.0 wurde ins Programm aufgenommen. Kommt Ihr?

Session von Ilse und Carline Mohr auf der re:publica 2015 über Silvernerds und Familie 2.0

Session von Ilse und Carline Mohr auf der re:publica 2015 über Silvernerds und Familie 2.0

 

Wenn wir nicht einmal Familie 2.0 ans Laufen kriegen, dann wird das doch nichts mit der Digitalisierung in Deutschland. Auf beiden Seiten des digitalen Grabens braucht es Bewegung, damit aus schüchternen Silversurfern experimentierfreudige Silvernerds werden, die das Internet als erweiterten digitalen Lebensraum entdecken. Wie das geht? Wir bringen Euch jede Menge Tipps mit. Zur Einstimmung: meine Ideen, wie man die neuen Medien in die alten Menschen bringt. Weiterlesen