e-Marketingday Rheinland: Ein Tag wider die Angst vor dem Neuland.

Ich wüsste ja nur zu gern, ob die frische Brise beim e-marketingday der IHK-Initiative Rheinland den einen oder anderen Anzugträger mit angegrauten Schläfen aus den Socken gehauen und auf die Schiene in Richtung Neuland gesetzt hat. „Lernen Sie dazu“, rief Bert Wirtz, Präsident der IHK Aachen, den rund 500 Teilnehmern zu. Und der Journalist Richard Gutjahr warnte in seinem Impulsvortrag gleich mehrmals: „Wir leben in einer Zeit, in der es tödlich ist stehenzubleiben.“ Ich für meinen Teil habe vor noch lange zu leben.

Eurogress Aachen

Internet aus Fleisch und Blut
Barcamps, die re:publica und Tagungen wie dieser e-marketingday sind für neugierige Mitglieder der Generation 50plus wie mich geradezu ein Jungbrunnen. Bei solchen Veranstaltungen wird das Internet zu Fleisch und Blut in Menschen, die uns mitnehmen, fachlich begleiten und persönlich ansprechbar sind. In Aachen gaben eine Vielzahl von Fachforen nützliche Impulse und praktischen Anschauungsunterricht – von Themen aus der Marketingwelt über Social-Media-Strategien bis hin zu mobilen Trends und Anregungen für visuelle Kommunikation.

Stillstand ist tödlich
„Das Neuland ist nicht die Zukunft. Es ist schon da!“, sagte Gutjahr. „Früher reichte uns die Zeitung. Heute gibt es eine Konkurrenz durch 340 Sechstillionen Webadressen. Sogar Computer haben schon einen Ablaufstempel auf dem Rücken. Der PC ist ein Auslaufmodell. Wer in Zeiten des Wandels stillsteht, verliert“.

Richard Gutjahr beim Imp

Richard Gutjahr beim Impulsvortrag im Eurogress Aachen

Inhalte ohne Geschwurbel
Auch, wer an seinen Kunden vorbeiproduziert, verliert. Das machte beispielsweise Christoph Hakenberg nicht minder plakativ im Forum über Content-Erstellung deutlich. Der Geschäftsführer der twocream.creativemedia gmbh aus Wuppertal: „Sprechen Sie die Sprache Ihrer Kunden. Sparen Sie sich unnötiges Marketing-Bla-Bla. Mehr verwertbare Inhalte, weniger Glitzi-Glitzi.“

Content twocream

twocream.creativemedia gmbh Wuppertal im Content-Forum

Vom Video zum Vine
Die Kurzvideo-App Vine hat nichts mit Wein zu tun, kann aber auch berauschende Wirkung haben. Damit machte Franz-Josef Baldus, Geschäftsführer von koelnkomm socialmedia gmbh in Köln, Lust auf neue Möglichkeiten, Inhalte kreativ zu visualisieren. „Seit der Einführung Anfang 2013 ist Vine die am schnellsten wachsende App weltweit mit 40 Millionen Usern binnen Jahresfrist.“ Das machen sich zumindest in den USA zunehmend auch Marken zunutze. Die besondere Herausforderung: Für ein Vine stehen nur sechs Sekunden zur Verfügung. Doch. Das geht. Beispiele von Franz-Josef hier.

Wer Lust hat, die App in Gemeinschaft auszuprobieren, ist herzlich zum 4. VineWalkDE willkommen, zu dem Nicole Hundertmark am 12. April in Köln einlädt. Alles Infos hier.

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