Was Prokrastinieren mit Möhren zu tun hat

Wer neu ist bei Twitter, wird in kürzester Zeit neue Wörter lernen: prokrastinieren zum Beispiel. Bei Leuten, die twittern, kommt es offensichtlich häufiger vor, dass sie sich vor unangenehmen Aufgaben drücken. Weil sie eben lieber twittern.

Ich kann das inzwischen auch ziemlich gut. Ich hatte eine Idee und keine Lust auf Buchhaltung. Also habe ich schnell Möhren eingekauft, bevor der Schnee weg ist. Dann habe ich in verstaubten Bastelsachen und altem Kindergeburtstagskram herumgestöbert und schließlich eine Möhrenfamilie inszeniert. Nur um aller Welt die Erkenntnis mitzuteilen:

Die Schmelze der Schneemänner löst eine Völkerwanderung heimatloser Möhren aus.

Möhrenfamilie auf Wanderschaft

Schön, gell?

Nerds, wie sie nicht im Buche stehen

Erfreulicherweise bringen Sprachwissenschaftler zurzeit Licht ins Dunkel von internetlastigen Anglizismen, die zwar vielfach benutzt werden, aber nicht zwangsläufig eindeutig sind. Ich hoffe, dass ihre Recherchen über Nerds eine freundlichere Beschreibung für diese Spezies ergeben, die im Duden als „sozial isolierter Computerfan“ herumgeistert. Die Nerds, die ich kenne, lassen mich jedenfalls mitspielen und zwinkern nicht nur sich selbst belustigt zu.

Weiterlesen

Mit meiner ersten Video-App trete ich gern ins vertikale Fettnäpfchen

Videopuristen sind ja Spielverderber. Aber mir als Silvernerd ist es vorerst herzlich egal, ob das vertikale Format eine ästhetische Katastrophe ist. Mit der neuen Video-App Vine von Twitter kann selbst ich ein Mikrofilmchen drehen, obwohl ich so etwas noch nie vorher gemacht habe. Doch, doch: Aus mir und Vine kann was werden.

Die App bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, auch im Blog bewegte Bilder statt Worte sprechen zu lassen. In aller Kürze lässt sich ein Lebensgefühl einfangen oder eine kleine Geschichte erzählen, Wissenswertes anschaulich verpacken oder beispielsweise alten Fotoalben ein bisschen Leben einhauchen.

Sechs Sekunden sind dabei für einen Neueinsteiger überraschend viel Zeit und eine Einladung, sich Mühe zu geben. Es macht Spaß, damit zu spielen, und es so schön, dass man für Netzkram mal keine Fortbildung, keinen Webmaster und keinen Informatiknerd braucht!

 

Weiterlesen

Twitter-Fibel für Rheinländer. Wisstabescheid, wofür et jot es.

So, dann wollen wir mal den Rheinländern volksnah erklären, wofür dä Quatsch auf Twitter gut ist. Jahreszeitgemäß beschränken wir uns auf die elf wichtigsten Punkte.

1. Für anzelore.

Schnappschüsse von Pommes und Currywurst liefern aktuelle Ernährungstipps.

2. Daweisstebescheid.

Eilmeldungen informieren zeitnah über Kölner Abgrillfeste und stillstehende U-Bahnen.

3. Nee, wat is dat schön.

Katzen gehen immer. Oder der Dom.

4. Do laachste disch kapott.

Neue Sprücheklopper kennen und lieben lernen.

5. Dat lööf.

Aktuelle TV-Talks und Tatorte vom Sofa aus zum Public Viewing machen.

6. Da simmer dabei.

Nach Herzenslust über den Klüngel lästern.

7. Do hammer all jet von.

Unnützes Wissen über die verbotene Stadt verbreiten.

8. Jet zo kamelle.

Sachverständig Effzeh-Spiele kommentieren.

9. Arsch huh, Zäng ussenander.

Für einen guten Zweck mit der Timeline herumhöhnern.

10. Levve un levve losse.

Großzügig mit elektronischen Sternchen bütze.

11. Drinks de ejne met?

In Sekundenschnelle zum Kölsch verabreden und danach Liebesschlösser anketten.

 Alles klar?

Konfetti